Fernpunkt
Anmerkungen zu ganz und gar nicht aktuellen Themen
Wie Nachrichten die Welt zeichnen Wie Nachrichten die Welt zeichnen  -  Die Nachrichten drängen sich als wichtigste Quelle von Informationen über die Welt auf, aber um sich ein Urteil über diese zu bilden, sind sie ungeeignet. Denn das Bild, das sie zeichnen, ist nicht nur ins Aufregende verzerrt, sondern auch ins Hässliche.
Vom Wert des Differenzierens Vom Wert des Differenzierens  -  Wenn sich verschiedene Phänomene unbemerkt den selben Namen teilen, agiert unser Denken am Rande des Versagens; es sprießen unsinnige Argumente und rätselhafte Pseudoprobleme. Einige Beispiele.
Hoch lebe die kleine Idee Hoch lebe die kleine Idee  -  Grundlegende Ideen werden überbewertet. Sie sind meistens naheliegend und nützen allein wenig. Es sind viel eher Unmengen kleinerer Ideen, denen die Menschheit ihre Errungenschaften verdankt.
Über das beliebte Gleichsetzen von Korrelation und Kausalität Über das beliebte Gleichsetzen von Korrelation und Kausalität  -  Was werden aus Statistiken nicht alles für Gesetzmäßigkeiten herausgelesen, von der einträglichen Wirkung akademischer Titel bis zur Gefahr, Waffen mit sich zu führen. Alle diese Schlüsse sind voreilig - sie beruhen auf einem klassischen Denkfehler.
Die Welt auf dem Konto Die Welt auf dem Konto  -  Jenseits aller Erkenntnisse der Wirtschaftswissenschaften gelangt jeder Einzelne im Alltag zu einer Vorstellung davon, was Geld ist. Dieses unterschwellige Modell ist ein gutes Werkzeug für das Individuum, aber für gesamtgesellschaftliche Betrachtungen ist es unbrauchbar.
Die Untauglichkeit von Glück als Ziel und Erfolgskriterium einer Gemeinschaft Die Untauglichkeit von Glück als Ziel und Erfolgskriterium einer Gemeinschaft  -  Glück ist, wenn Erwartungen übertroffen werden. Deshalb muss Glück durch Risiko erkauft werden. Dauerhaftes Glück kann es für eine Gemeinschaft nicht geben, wohl aber eine dauerhaft hohe und sogar wachsende Lebensqualität.
Kann ein Spiegel Bewusstsein aufzeigen? Kann ein Spiegel Bewusstsein aufzeigen?  -  Dem Spiegel wohnt eine spezielle Magie inne, die ihn geeignet erscheinen lässt, die Existenz von Selbstbewusstsein zu testen. Aber solche Tests prüfen nichts anderes als Intelligenz, sie könnten auch von einer Maschine mit leistungsfähiger Informationsverarbeitung bestanden werden.
Die letzte Unterrichtsstunde Die letzte Unterrichtsstunde  -  Die Schule funktioniert in mancher Hinsicht anders als die Welt außerhalb und hinterlässt deshalb diverse Flausen.
Zwänge und Einbildungen von solchen Zwänge und Einbildungen von solchen  -  Wirtschaftlicher Wettbewerb dreht sich nicht um Leistung, sondern um das Verhältnis aus Leistung und Preis. Deshalb bringt er für die Menschen keine grundlegenden Zwänge mit sich. Die Freiheit nimmt uns allenfalls ein anderer Wettbewerb, nämlich der soziale.
Wissen ist nur ein Wort Wissen ist nur ein Wort  -  Der Begriff "Wissen" ist nicht eindeutig. Bei der Diskussion darüber, ob man etwas weiß oder nicht, kann es deshalb zu Missverständnissen kommen; zum Beispiel dazu, gleiche Positionen für verschiedene zu halten.
Vom bewussten Umgang mit begrenzter Intelligenz (Teil 1) Vom bewussten Umgang mit begrenzter Intelligenz  -  Die menschliche Intelligenz ist - wie jede durch Evolution entstandene Fähigkeit - ein Kompromiss und somit nur begrenzt leistungsfähig. Lässt sich dem Rechnung tragen? Wie kann eine Gemeinschaft geschickt mit begrenzter Intelligenz umgehen?
Star Trek, die Nicht-Utopie Star Trek, die Nicht-Utopie  -  Stark Trek zeigt keine besonders lebenswerte Zukunft.
Der Baukasten des Unwirklichen Der Baukasten des Unwirklichen  -  Es gibt verschiedene Arten und Stufen der Abweichung von der Realität. Sie haben jeweils andere Konsequenzen und können gemeinsam oder getrennt auftreten. Die Formulierung, etwas sei "nicht real", ist deshalb unpräzise und kann zu falschen Schlüssen führen.
Was jeder braucht und doch keiner haben will Was jeder braucht und doch keiner haben will  -  Eine gleichmäßige Verteilung der Vermögen gilt als Ideal einer gerechten Gesellschaft. Eine Frage wird dabei leicht vergessen: Wäre ein solcher Zustand überhaupt stabil?
Zwei Wege, aus Fehlern zu lernen Zwei Wege, aus Fehlern zu lernen  -  Man kann aus Fehlern auf speziellere oder allgemeinere Art lernen. Die allgemeinere Methode ist schwieriger, nützt aber mehr. Das gilt auch für kollektive Fehler.
Empfehlungen sind deskriptive Aussagen Empfehlungen sind deskriptive Aussagen  -  Empfehlungen erscheinen wie eine milde Unterart der Gebote, aber das sind sie nicht. Sie beziehen sich auf Ziele, sie sind rein deskriptiv, und sie sind nachprüfbar.
Vom kleinen und vom großen Gewinn Vom kleinen und vom großen Gewinn  -  Die meisten unschönen Erscheinungen, die als Effekte des Profitstrebens von Unternehmen angesehen werden, haben in Wahrheit eine andere Ursache. Der Verweis auf das Profitstreben ist eine bequeme und nutzlose Ausflucht.
Gestatten: Selection-Bias Gestatten: Selection-Bias  -  Zugetragene Informationen sind einseitig gefiltert und suggerieren deshalb Verhältnisse, die nicht bestehen, zum Beispiel unrealistische Erfolgsaussichten.
Der Segen der Auslese (Teil 1) Der Segen der Auslese  -  Wie entsteht Fortschritt?
Das Märchen vom Vordenker Das Märchen vom Vordenker  -  Kaum einer, der für eine Idee bekannt wurde, war der Erste, der diese Idee hatte.

Über den Autor: Steffen Gerlach ist Informatiker und arbeitet als Softwareentwickler im Maschinenbau.
Andere Seiten des Autors: Entwurf einer Populärphilosophie

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